Archiv für die Kategorie ◊ Virtualisierung ◊

Gerade wenn man sich mit Virtualisierung beschäftigt taucht immer wieder die Frage auf, wie ein USB-Gerät an eine virtuelle Maschine angeschlossen werden kann. Die Hersteller der diversen Virtualisierungsprodukte haben dazu unterschiedliche Strategien. Das Spektrum reicht von “geht gar nicht” bis hin zu “geht, aber nur unter der Bedingung dass…”

Ein Hersteller unabhängiger Weg besteht darin, die USB Geräte im Netzwerk verfügbar zu machen. Hierzu braucht man einen Netzwerk USB-Hub.

Ein solches Gerät bietet Belkin mit der Artikelnummer  F5L009ea an.

Nach dem Auspacken ist man hin und her gerissen zwischen “sieht ja ganz nett aus” und “was haben die sich dabei gedacht.”

Ein schmuckes flaches schwarzes Kästchen, welches ein wenig an Apple’s MacMini erinnert. Aber in Hochglanzoptik, so dass schon alleine das Auspacken reicht um hässliche Fingerabdrücke zu hinterlassen. Zwei USB Anschlüsse befinden sich vorne, drei weitere zusammen mit Netzwerk- und Stromanschluss hinten am Gerät. Insgesamt macht der Hub einen hochwertigen Eindruck wenn man ihn nur anschaut. Sobald man den Hub jedoch anfasst wirkt er billig.

Mitgeliefert wird eine Software, die notwendig ist um die USB-Geräte die an diesen Hub angeschlossen werden zu nutzen. Diese gibt es für Windows sowie für Mac OS X. Linux wird (noch) nicht unterstützt. Die Installation der Software gestaltet sich einfach. Ebenso die Nutzung.

Ein USB-Gerät kann immer nur von einem Rechner exklusiv genutzt werden. Die mitgelieferte Software regelt dies und sperrt ein USB-Gerät, wenn dieses bereits mit einem Rechner verbunden ist. Der Anwender kann aber eine Anfrage an den aktuellen Benutzer des Geräts schicken um zu signalisieren, dass er das Gerät nutzen möchte. Sehr nettes Feature.

Technisch gesehen wartet das Gerät mit einer Konfiguration auf, die bestenfalls als “nicht so ganz optimal” zu bezeichnen ist: Die USB-Anschlüsse entsprechen der USB 2.0 Spezifikation. Der Netzwerkanschluss ist aber aber auf 100MBit begrenzt. Da bis zu 16 Geräte an den Hub angeschlossen werden können, eignet sich dieser Hub daher nicht um Geräte mit einem hohen Datendurchsatz performant zu betreiben.

Positiv ist hingegen die Tatsache, dass die meisten Geräte im erten Test auf Anhieb funktionierten. Gleich ob USB-Stick, Flachbettscanner, Mobiltelefon, USV, Chipkartenleser oder TK-Anlage. Die Geräte funktionieren so, als seien sie direkt via USB am Rechner angeschlossen. Allerdings bewies eine Auerswald TK-Anlage mit USB Anschluss, dass nicht alle Geräte mit dem Belkin Hub nutzbar sind.

Eine Liste von funktionierenden Geräten wird in den nächsten paar Tagen hier zu finden sein.

Fazit: Aufgrund diverser Limitierungen (Datendurchsatz, fehlende Linuxunterstützung) nicht für alle Einsatzgebiete geeignet. Dennoch eröffnet das Gerät interessante Möglichkeiten, gerade wenn eine Virtualisierung existierender Systeme geplant ist.

Nachdem carolus-it die Überwachung eines 3ware-Raid-Controllers erfolgreich in den Griff bekommen hat, war es nun an der Zeit die Datensicherheit noch weiter auszubauen. Aus diesem Grund gibt es jetzt von carolus-it ein Backup-Programm. Derzeit ist dieses Programm noch eine Stand-alone Lösung und muss separat auf dem VMware-Server installiert werden. Auch werden derzeit nur lokale Datenträger unterstützt. Doch bis Ende des Jahres soll das Programm zum einen in das Webfrontend von carolus-it eingebaut werden. Zum anderen sollen auch entfernte Speichermedien unterstützt werden. Um die virtuellen Maschinen im laufenden Betrieb sichern zu können, wird durch das Backup-Programm ein Snapshot der zu sichernden VA erstellt. Damit nach ein paar Monaten nicht innötig viele Snapshots auf der Festplatte liegen wird im Anschluss an das Backup der Snapshot wieder in die virtuelle Maschine zurückgeführt.

Das in Aachen ansässige Unternehmen Winter-EDV-Service plant in absehbarer Zukunft mit dem Verkauf von Servern zu starten, die gezielt auf den ESXi 4.0 von VMware zugeschnitten sind.

Der Geschäftsführer des Winter-EDV-Service, Herr Jürgen Winter, sieht im Bereich Virtualisierung ein großes Potential gerade für kleine und mittelständische Unternehmen.

“Durch konsequente Virualisierung von Servern, kann man sich im Fall eines Hardwaredefekts jede Menge Zeit und Kosten sparen,” so Jürgen Winter.

Konfiguration und Preise der mit der Hardwaärekompatibilitätsliste von VMware in Einklang stehenden Server sollen noch innerhalb der nächsten 14 Tage im Webshop veröffentlicht werden.

Vor ein paar Tagen wurde hier darüber berichtet, das carolus-it ein neues Webfrontend für den VMware-Server entwickelt.

Nachdem dieses Frontend mittlerweile auch zuverlässig den Status eines Controllers der 3ware 9000er Serie, sowie der daran angeschlossenen Festplatten überwachen kann, haben der Winter-EDV-Service und carolus-it beschlossen, dieses Frontend im Echtbetrieb einzusetzen.

Durch diesen Schritt erhoffen sich beide Seiten dieses Produkt noch schneller fertig stelllen zu können.

„The future of desktop computing“, so wirbt der Hersteller. Das wollten wir genauer wissen, und haben eine Teststellung des Pano Logic Zero Clients angefordert.

Im Lieferumfang des Pakets, dass in seiner Kompaktheit den Mac Mini in den Schatten stellt, waren neben dem Zero Client ein Netzteil welches man eher einem Mobiltelefon, denn einem Datenverarbeitungsendgerät zuordnen würde, ein Schnellstartfaltblatt sowie ein Läppchen um das Gerät wienern zu können.

Software war keine dabei, was aber wohl ein Fehler war, denn ohne liess sich dem Gerät nur eine Fehlermeldung entlocken. Ich bekam aber nach Rückfrage sofort die Links mitgeteilt, unter denen die aktuellen Versionen heruntergeladen werden konnten.

Die Software besteht aus zwei Teilen: Einer Virtual Appliance – dem sog. Pano Management Server, die auf einen Vmware ESX oder ESXi Server installiert wird und dem Pano Logic Desktop Modul, das auf dem Windowssystem welches man steuern will installiert wird. In der Virtual Appliance legt man nun fest, welcher Zero Client mit welcher Windows-Appliance verbunden werden soll und schon kann es losgehen.

Diese Einfachheit wird durch das Handling des Zero Clients selber noch übertroffen. Dieser zeigt seinen Zustand über eine einzelne Kontrollleuchte an. Hierbei kommen drei Farben und zwei Zustände als Indikator zum Einsatz:

  • blaues Dauerleuchten heisst: alles OK
  • rotes Blinken: Fehler mit dem Netzwerk
  • gelbes Blinken: System wird initialisiert
  • gelbes Dauerleuchten: Pano Management Server konnte nicht gefunden werden.

Einen Ausschalter findet man an diesem Gerät nicht. Man muss also den Netzstecker ziehen wenn man das Gerät nicht mehr braucht und Strom sparen will!

Der Zero Client verfügt über 3 USB 2.0 Anschlüsse, Audio Ein- und Ausgang, einen VGA Anschluss sowie einen Netzwerkanschluss. Da Tastatur und Maus via USB angeschlossen werden müssen, braucht ein Anwender entweder einen zusätzlichen USB-Hub oder muss immer wieder umstöpseln, wenn er mehr als ein USB-Gerät an seinem Arbeitsplatz nutzen will. Bei unseren Tests fiel auf, dass ein externer Brenner von Samsung nicht richtig erkannt wurde. Andere Geräte wurden jedoch sofort erkannt. So konnte beispielsweise ein Flachbettscanner problemlos genutzt werden.

Der Preis dieser Lösung dürfte viele Schrecken. Aktuell liegt er bei 350,-€ zzgl. Kosten für Softwareaktualisierung und Unterstützung für den Pano Management Server und das Pano Logic Desktop Modul.

Fazit:

Die Zukunft des Desktop-Computing wird dieses Gerät nur bedingt darstellen. Zum einen, weil dieses Gerät ausschliesslich für Unternehmen interessant ist. Zum anderen, weil herkömmliche Thin Clients derzeit deutlich günstiger zu bekommen sind.

VMware hat Updates für seine Produkte ESX- und ESXi-Server veröffentlicht. Diese beseitigen vier Schwachstellen in den Versionen ESXi 3.5, ESX 3.5, ESX 3.03 und ESX 3.02.

Zum einen können bislang beschädigte Delta-Disks ein ESX-Hostsystem in Mitleidenschaft ziehen und abstürzen lassen. Zum anderen war eine Bibliothek anfällig für einen sog. Buffer-Overflow.

Ausserdem besteht auf nicht aktualisierten Systemen die Gefahr zweier Denial-Of-Service Angriffe.

Aus diesem Grund ist es dringend empfehlenswert die oben genannten Produkte schnellstmöglich zu aktualisieren.

Gestern stellte die Firma Linogate mit dem Produkt „Defendo VM“ eine neue Sicherheitslösung für Unternehmen vor, die von den Vorteilen profitiert, welche eine virtuelle Umgebung bietet. So kann die neue Virtual Appliance Gebrauch von der Tatsache machen, dass auf einem typischen ESX Server mehr als eine CPU zur Verfügung steht. Vorgesehene Szenarien sind hierbei beispielsweise die Nutzung eines Cores für die Proxy-Funktion und eines anderen Cores für die Mail Funktion. Da Virtual Appliances hardwareunabhängig sind, kann im Falle eines Hardwareausfalls die Funktionalität der Sicherheitslösung schnell wieder hergestellt werden.

So gut wie dies auf den ersten Blick klingt, bleibt doch abzuwarten, inwiefern ein solches Produkt vom Markt akzeptiert wird. Denn auf der Sicherheitskonferenz „Black Hat“, die vom 16. bis 19. Februar stattfindet, will die Sicherheitsexpertin Joanna Rutowska eine Sicherheitslücke in Intels Trusted Execution Technology (TXT) vorstellen. TXT wird zwar derzeit nicht von Vmware genutzt, dennoch stellt sich die Frage: Gibt es Sicherheitslöcher in den Virtualisierungsfunktionen die AMD und Intel in Ihren Prozessoren implementiert haben?

Nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Es gibt keine 100% Sicherheit. Aber Fakt ist: Sicherheit ist eine Vertrauenssache. Und wenn das Vertrauen der Kunden einmal erschüttert ist, dann wird so ein Produkt einen schweren Stand haben.

Neue VirtualBox
19.12.2008 | Autor: Friedrich Meyer

Die Virtualisierungssoftware VirtualBox liegt nun in der Version 2.1.0 vor. Die wichtigsten Neuerung sind eine Unterstützung für 3D Grafiken, sowie die Möglichkeit 64bit Gastsysteme auf einem 32bit System zu installieren.

Beide Neuerungen werden derzeit als experimentell angegeben. Gleichzeitig zu den Neuerungen wurden eine Reihe von Fehlern die in der Vorgängerversion waren gelöst.

VirtualBox ist für Solaris, Linux, Windows und OS X verfügbar und kann für den privaten Gebrauch kostenlos herunter geladen werden.

Heute berichtet die c’t auf Ihrer Website, dass Sun Server mit den neuen Opterons vorgestellt hat.

Auf einem einzelnen dieser Server können bis zu 114 auf VMware basierende virtuelle Maschinen gleichzeitig laufen.

Sun will mit diesen Geräten seinen Marktanteil in dem wachsenden Markt der Servervirtualisierung ausbauen.

Wie ZDNet berichtet, beschleunigt die aktuelle Wirtschaftskrise die Einführung einer Virtualisierung in der EDV.

Dies verwundert gerade Angesicht des großen Einsparpotentials, welches sich durch Virtualisierung bietet, nicht weiter.

Die Studie, auf die sich ZDNet beruft, bezieht sich allerdings auf den Nordamerikanischen Markt. Man darf gespannt sein, ob Europa hier gleichziehen wird.