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VMware-Tools
04.08.2010 | Autor: Friedrich Meyer

Gestern habe ich begonnen einen ESXi 4.1 Server mit iSCSI-Storage zu testen.

Hierzu habe ich eine virtuelle Maschine auf der ein WIndows XP installiert ist von einem ESXi 4.0 Server importiert.

Nach dem öffnen der Konsole bot sich ein Bild des Jammerns an. Die virtuelle Maschine funktionierte zwar (was auch nicht weiter verwunderlich ist), aber die Maus ruckelte, der Bildaufbau war langsam und die Festplattenperformance war gelinde gesagt schlecht obwohl die VMware-Tools bereits  installiert waren.

Nach kurzer Bedenkzeit  bot mir das System dann recht unten in der Startleiste an, die VMware-Tools zu aktualisieren, was ich dann prompt getan habe. Siehe da: Probleme waren weg! VMware hat da wohl einiges verändert.

Inwiefern sich diese Änderungen auch auf Linuxsysteme mit installierten VMware-Tools bezieht und ob sich eine virtuelle Maschine mit den Toolt für ESXi 4.1 problemlos auf ESXi 4.0 zurückmigrieren lässt werde ich in den nächsten Tagen testen.

Gerade wenn man sich mit Virtualisierung beschäftigt taucht immer wieder die Frage auf, wie ein USB-Gerät an eine virtuelle Maschine angeschlossen werden kann. Die Hersteller der diversen Virtualisierungsprodukte haben dazu unterschiedliche Strategien. Das Spektrum reicht von “geht gar nicht” bis hin zu “geht, aber nur unter der Bedingung dass…”

Ein Hersteller unabhängiger Weg besteht darin, die USB Geräte im Netzwerk verfügbar zu machen. Hierzu braucht man einen Netzwerk USB-Hub.

Ein solches Gerät bietet Belkin mit der Artikelnummer  F5L009ea an.

Nach dem Auspacken ist man hin und her gerissen zwischen “sieht ja ganz nett aus” und “was haben die sich dabei gedacht.”

Ein schmuckes flaches schwarzes Kästchen, welches ein wenig an Apple’s MacMini erinnert. Aber in Hochglanzoptik, so dass schon alleine das Auspacken reicht um hässliche Fingerabdrücke zu hinterlassen. Zwei USB Anschlüsse befinden sich vorne, drei weitere zusammen mit Netzwerk- und Stromanschluss hinten am Gerät. Insgesamt macht der Hub einen hochwertigen Eindruck wenn man ihn nur anschaut. Sobald man den Hub jedoch anfasst wirkt er billig.

Mitgeliefert wird eine Software, die notwendig ist um die USB-Geräte die an diesen Hub angeschlossen werden zu nutzen. Diese gibt es für Windows sowie für Mac OS X. Linux wird (noch) nicht unterstützt. Die Installation der Software gestaltet sich einfach. Ebenso die Nutzung.

Ein USB-Gerät kann immer nur von einem Rechner exklusiv genutzt werden. Die mitgelieferte Software regelt dies und sperrt ein USB-Gerät, wenn dieses bereits mit einem Rechner verbunden ist. Der Anwender kann aber eine Anfrage an den aktuellen Benutzer des Geräts schicken um zu signalisieren, dass er das Gerät nutzen möchte. Sehr nettes Feature.

Technisch gesehen wartet das Gerät mit einer Konfiguration auf, die bestenfalls als “nicht so ganz optimal” zu bezeichnen ist: Die USB-Anschlüsse entsprechen der USB 2.0 Spezifikation. Der Netzwerkanschluss ist aber aber auf 100MBit begrenzt. Da bis zu 16 Geräte an den Hub angeschlossen werden können, eignet sich dieser Hub daher nicht um Geräte mit einem hohen Datendurchsatz performant zu betreiben.

Positiv ist hingegen die Tatsache, dass die meisten Geräte im erten Test auf Anhieb funktionierten. Gleich ob USB-Stick, Flachbettscanner, Mobiltelefon, USV, Chipkartenleser oder TK-Anlage. Die Geräte funktionieren so, als seien sie direkt via USB am Rechner angeschlossen. Allerdings bewies eine Auerswald TK-Anlage mit USB Anschluss, dass nicht alle Geräte mit dem Belkin Hub nutzbar sind.

Eine Liste von funktionierenden Geräten wird in den nächsten paar Tagen hier zu finden sein.

Fazit: Aufgrund diverser Limitierungen (Datendurchsatz, fehlende Linuxunterstützung) nicht für alle Einsatzgebiete geeignet. Dennoch eröffnet das Gerät interessante Möglichkeiten, gerade wenn eine Virtualisierung existierender Systeme geplant ist.