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Umdenken erwünscht
17.01.2011 | Autor: Friedrich Meyer

Virtualisierungstechnologie verändert Denkstrukturen und genau darin liegen Vorteile.

Denn wer bislang herkömmliche physikalische EDV-Systeme eingesetzt und nun den Wechsel auf virtuelle Systeme vollzogen hat, dem wird schnell klar, welche immensen Möglichkeiten sich ihm bieten:

Es fängt damit an, dass für neue Server nicht mehr zwingend Geld in neue Hardware investiert werden muss. In den meisten Fällen bietet die neu angeschaffte Hardware, auf der man seine bisherigen Systeme erfolgreich virtualisiert hat, genügend Ressourcen um weitere Dienste an den Start zu bringen.

Und es macht durchaus Sinn von dieser Tatsache Gebrauch zu machen. Denn gerade viele kleinere Unternehmen haben in der Vergangenheit aus Kostengründen mehrere Aufgaben einem einzigen System anvertraut. Es wurden also mehrere Dienste auf einem System installiert.

Die Fehlfunktion eines einzelnen Dienstes zog dann zumeist die anderen Dienste ebenfalls in Mitleidenschaft. Der Betrieb war meist massiv gestört. Meist ging in so einem Fall gar nichts mehr.

Durch die Aufteilung einzelner Dienste auf speziell hierfür vorgesehene Systeme, kann die Fehlfunktion eines einzelnen Dienstes die anderen nicht mehr beeinflussen. In diesem Fall ist der Betrieb nur noch leicht gestört, meist kann sogar fast normal weiter gearbeitet werden.

Früher hätte man zu diesem Zweck viel Geld in Hardware investieren müssen und die Stromkosten gleich mit in die Höhe schnellen lassen. Mithilfe der Virtualisierung lassen sich diese Dienste auf wenigen, oft sogar auf einem Hostsystem, realisieren.

Auch die genaue Planung eines Systems war komplexer. Immerhin sollte die Investition Zukunftssicher sein und ein paar Jahre Bestand haben.

Virtuelle Systeme lassen hingegen zu, dass man sie ohne grossen Aufwand umrüsten kann. Hier muss lediglich eine Skalierbarkeit des Hosts gegeben sein.

Ganz davon abgesehen kann man räumlich ganz anders planen. Denn wie der Name bereits sagt existieren virtuelle Maschinen nicht physikalisch. Daher ist es eigentlich egal wo der Host aufgebaut ist, der sie ausführt.

Heute ist mir auf meinem Linuxserver die Admin-Konsole von VMware Server 2 abgestürzt. Zwar liefen die virtuellen Maschinen brav weiter, der Zugriff via Administrationsschnittstelle war jedoch nicht mehr möglich. Sehr ärgerlich zumal drei Produktivsysteme auf dem Server laufen.

Die Lösung des Dilemmas war ebenso einfach wie schnell:
Am Server als root angemeldet und folgende Zeile eingegeben

/etc/init.d/vmware-mgmt restart

Auf diese Weise wird nur die Administrationskonsole neu gestartet. Die laufenden Sitzungen bleiben unangetastet.

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