Ein Bekannter von mir nutzt einen separaten Rechner zwecks Online-Banking. Einen anderen um Emails abzurufen und im Web zu surfen.

Was im ersten Moment Paranoid anmutet, ist aber gar nicht so verkehrt. Fakt ist: Es gibt keine 100% Sicherheit. Die Angreifer gehen immer raffinierter vor. Emails die Augenscheinlich von Ihrer Bank kommen, Facebook-Benachrichtigungen die offenbar von einem ‘Freund’ gesendet wurden. Wer will da noch die Übersicht behalten.

Klickt man eine solche Mail an, so hat man sich schnell bösartige Schadsoftware eingefangen.

Klar, dafür gibt es moderne Virenscanner. Aber wer sich alleine darauf verlässt, ist verlassen. Denn zum einen könnte das böse Programm so aktuell sein, dass Ihr Virenscanner dieses noch nicht kennt, zum anderen könnte es sein, dass Sie dieses Programm trotz Warnung ausführen.

Denn unsauber programmierte Anwendungen, die in der Installationsanleitung auffordern, den Virenscannner zwecks Installation zu deaktivieren tun Ihr Übriges dazu, die Sicherheit zu untergraben. Sind Sie erst einmal daran gewöhnt, Sicherheitswarnungen zu ignorieren, fällt es den Bösen leichter Schadsoftware auf Ihren Rechner zu laden.

Nun hat aber nicht jeder mehrere Computer. Trotzdem können auch Sie das Sicherheitskonzept der Trennung realisieren. Nutzen Sie die kostenlosen Virtualisierungstools der Hersteller, wie z.B. VMware Player und installieren Sie Ihren Webbrowser und Email-Client in einem eigens dafür gedachten System. Schrecken Sie dabei nicht davor zurück, dass eine virtuelle Maschine eine reale Lizenz des darin laufenden Betriebssystem notwendig macht. Ein bisschen sollte Ihnen Ihre Sicherheit wert sein. Und wenn Sie kein Geld in eine weitere Windows-Lizenz investieren wollen, steht Ihnen frei hierfür ein Linux zu installieren.

Aber denken Sie daran auch auf auf der virtuellen Maschine einen Virenscanner zu installieren. Denn eine Trennung alleine macht Sie nicht sicher.