„The future of desktop computing“, so wirbt der Hersteller. Das wollten wir genauer wissen, und haben eine Teststellung des Pano Logic Zero Clients angefordert.
Im Lieferumfang des Pakets, dass in seiner Kompaktheit den Mac Mini in den Schatten stellt, waren neben dem Zero Client ein Netzteil welches man eher einem Mobiltelefon, denn einem Datenverarbeitungsendgerät zuordnen würde, ein Schnellstartfaltblatt sowie ein Läppchen um das Gerät wienern zu können.
Software war keine dabei, was aber wohl ein Fehler war, denn ohne liess sich dem Gerät nur eine Fehlermeldung entlocken. Ich bekam aber nach Rückfrage sofort die Links mitgeteilt, unter denen die aktuellen Versionen heruntergeladen werden konnten.
Die Software besteht aus zwei Teilen: Einer Virtual Appliance – dem sog. Pano Management Server, die auf einen Vmware ESX oder ESXi Server installiert wird und dem Pano Logic Desktop Modul, das auf dem Windowssystem welches man steuern will installiert wird. In der Virtual Appliance legt man nun fest, welcher Zero Client mit welcher Windows-Appliance verbunden werden soll und schon kann es losgehen.
Diese Einfachheit wird durch das Handling des Zero Clients selber noch übertroffen. Dieser zeigt seinen Zustand über eine einzelne Kontrollleuchte an. Hierbei kommen drei Farben und zwei Zustände als Indikator zum Einsatz:
- blaues Dauerleuchten heisst: alles OK
- rotes Blinken: Fehler mit dem Netzwerk
- gelbes Blinken: System wird initialisiert
- gelbes Dauerleuchten: Pano Management Server konnte nicht gefunden werden.
Einen Ausschalter findet man an diesem Gerät nicht. Man muss also den Netzstecker ziehen wenn man das Gerät nicht mehr braucht und Strom sparen will!
Der Zero Client verfügt über 3 USB 2.0 Anschlüsse, Audio Ein- und Ausgang, einen VGA Anschluss sowie einen Netzwerkanschluss. Da Tastatur und Maus via USB angeschlossen werden müssen, braucht ein Anwender entweder einen zusätzlichen USB-Hub oder muss immer wieder umstöpseln, wenn er mehr als ein USB-Gerät an seinem Arbeitsplatz nutzen will. Bei unseren Tests fiel auf, dass ein externer Brenner von Samsung nicht richtig erkannt wurde. Andere Geräte wurden jedoch sofort erkannt. So konnte beispielsweise ein Flachbettscanner problemlos genutzt werden.
Der Preis dieser Lösung dürfte viele Schrecken. Aktuell liegt er bei 350,-€ zzgl. Kosten für Softwareaktualisierung und Unterstützung für den Pano Management Server und das Pano Logic Desktop Modul.
Fazit:
Die Zukunft des Desktop-Computing wird dieses Gerät nur bedingt darstellen. Zum einen, weil dieses Gerät ausschliesslich für Unternehmen interessant ist. Zum anderen, weil herkömmliche Thin Clients derzeit deutlich günstiger zu bekommen sind.


